Heuwickel
Das kurzhalmige, zerstückelte Heu aus der Bergwiese wird in achtkammrige Naturleintücher eingenäht. Es entsteht eine dicke Steppdecke, in die der zu Behandelnde eingewickelt wird. Da erst feuchte Wärme das ganze Spektrum an ätherischen Ölen freisetzt, müssen die Wickel in einem Dampf-Ofen angefeuchtet und auf 53 Grad Celsius erhitzt werden. Steckt der Behandelte in der Decke, breitet man eine Gummimatte über ihn, damit Wärme und Wirkstoffe nicht entweichen können. Im Inneren des Wickels herrschen mit 41 Grad Celsius bei 100 Prozent Luftfeuchtigkeit optimale Bedingungen für die Entfaltung der Wirkstoffe. Ein Heuwickel ist Balsam für Körper und Seele und berauscht die Sinne, allen voran den Geruchssinn.
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